
Das Wichtigste in Kürze
- Gegründet im Jahr 2000 in der Mannheimer Neckarstadt, mit einem geliehenen Transporter.
- Heute drei Fahrzeuge, ein festes Team und Aufträge in der ganzen Metropolregion.
- Der Betrieb ist bis heute in Familienhand geblieben.
- Die neue Website hat über ein Jahr gedauert – vor allem, weil sie nebenher entstand.
- Neu sind ein Kostenrechner, echte Bilder aus dem Betrieb und ein ausführlicher Ratgeber.
Wir sind kein Betrieb, der viel über sich selbst redet. Aber zu einem Vierteljahrhundert gehört wohl ein Text, und zur neuen Website ohnehin. Also der Reihe nach.
Wie es angefangen hat
Im Jahr 2000 gab es einen geliehenen Transporter, eine Sackkarre und eine Anzeige im Wochenblatt. Der erste Auftrag war ein Kellerabteil in der Neckarstadt, zwei Straßen von der Wohnung entfernt, in der der Betrieb angemeldet war. Bezahlt wurde bar, quittiert auf einem Block, der noch irgendwo im Büro liegt.
Die ersten Jahre waren im Wesentlichen Nachbarschaftshilfe mit Gewerbeschein. Jemand zog ins Heim, jemand starb, jemand hatte einen Keller, der über zwanzig Jahre volllief. Es sprach sich herum, und irgendwann reichte der eine Transporter nicht mehr.
Was uns damals gerettet hat, war eine Entscheidung, die betriebswirtschaftlich fragwürdig war: Wir haben Aufträge abgelehnt, die wir nicht sicher schaffen konnten. Das kostete Umsatz und brachte etwas ein, das man nicht kaufen kann – Leute, die uns weiterempfahlen.
Was sich verändert hat
Die Entsorgung. Das ist der größte Unterschied. Was früher als eine Ladung zur Deponie ging, wird heute in sechs Fraktionen getrennt, dokumentiert und quittiert. Elektrogeräte, Schadstoffe, Altholz, Metall, Restabfall, Bauschutt. Das ist mehr Arbeit, aber es ist richtig so – und es ist der Grund, warum wir Entsorgungsnachweise ausstellen können.
Die Anfragen. Früher klingelte das Telefon, heute kommen viele Anfragen abends per Formular oder mit einem Handyvideo aus einer Wohnung, die vierhundert Kilometer entfernt liegt. Ungefähr ein Drittel unserer Haushaltsauflösungen beauftragen inzwischen Angehörige, die gar nicht in der Region wohnen.
Die Objekte. Es sind mehr geworden, und sie sind voller. Wohnungen von Menschen, die in den fünfziger und sechziger Jahren aufgewachsen sind, enthalten deutlich mehr Gegenstände als die Haushalte, die wir vor zwanzig Jahren geräumt haben. Wer den Krieg erlebt hat, wirft nichts weg. Das merkt man in jedem Keller.
Das Team. Aus einer Person sind vierzehn geworden, aus einem Transporter drei Fahrzeuge. Der größte Teil der Kollegen ist seit über fünf Jahren dabei, einige seit über zehn.
Was gleich geblieben ist
Die Arbeit selbst. Es gibt keine Maschine, die einen Kleiderschrank vier Etagen heruntertragen kann. Es gibt keine Software, die erkennt, ob in der Schublade unter dem Besteckkasten noch die Sparbücher liegen. Und es gibt keine Abkürzung dabei, jemandem in einer schwierigen Situation gegenüberzutreten.
Geblieben ist auch der Grundsatz mit dem Preis: Was wir sagen, gilt. In 25 Jahren haben wir keine einzige Rechnung über eine Nachforderung abgerechnet, die vorher nicht besprochen war. Das ist kein Marketingversprechen, sondern der einzige Weg, in einer Branche zu arbeiten, in der Kunden zu Recht misstrauisch sind.
Und geblieben ist der Ort. Wir hätten expandieren können, nach Karlsruhe, nach Frankfurt. Wir haben es gelassen, weil Ortskenntnis bei dieser Arbeit bares Geld wert ist. Wer weiß, dass man in einer bestimmten Straße in der Neckarstadt keinen Transporter abstellen kann, spart am Räumungstag zwei Stunden.
Warum die neue Website ein Jahr gedauert hat
Die alte Seite war von 2011 und sah auch so aus. Auf dem Handy musste man zoomen, die Telefonnummer war ein Bild, und die Bilder stammten aus einer Bilddatenbank – irgendwelche lächelnden Menschen in weißen Overalls, die noch nie eine Wohnung geräumt haben.
Das wollten wir anders. Alle Fotos auf dieser Seite zeigen unsere eigenen Leute, unsere eigenen Fahrzeuge und Objekte, die wir tatsächlich geräumt haben – mit Einverständnis der Auftraggeber und so ausgewählt, dass keine Rückschlüsse auf Personen möglich sind. Genau das hat gedauert: Man kann Vorher-Nachher-Bilder nicht nachstellen. Man muss daran denken, sie zu machen, bevor man anfängt zu räumen.
Neu sind drei Dinge, die wir selbst nützlich finden:
- Ein Kostenrechner, der nach sieben Fragen einen konkreten Preis nennt. Keine Spanne von 500 bis 5.000 Euro, sondern eine Zahl.
- Ein Ratgeber mit den Antworten, die wir sonst zwanzigmal im Monat am Telefon geben – zu Kosten, Ablauf, Recht und Entsorgung.
- Eine Seite, die auf dem Handy funktioniert. Über zwei Drittel unserer Besucher kommen mit dem Telefon, oft aus einer Wohnung heraus, in der sie gerade stehen.
Übrigens: Diese Website setzt keine Tracking-Cookies, bindet keine Analysewerkzeuge ein und lädt keine Schriften von fremden Servern. Deshalb gibt es hier auch kein Cookie-Banner. Es schien uns die ehrlichere Variante.
Danke
Ein Betrieb wie unserer lebt von Empfehlungen. Wir haben in 25 Jahren nie nennenswert geworben; fast jeder Auftrag kam über jemanden, der uns weitererzählt hat – Nachbarn, Hausverwaltungen, Bestatter, Betreuer, Makler. Dafür bedanken wir uns.
Und noch etwas: Wir suchen Verstärkung. Wer zuverlässig ist, anpacken kann und einen Führerschein hat, findet die Einzelheiten im Stellenangebot.