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Entrümpelung in Mannheim: Was in dieser Stadt anders läuft

Zwischen Jungbusch und Wallstadt liegen Welten – auch für eine Entrümpelung. Über Halteverbotszonen, enge Altbautreppen und die Quadrate.

Der Mannheimer Wasserturm mit beleuchtetem Springbrunnen in der Abenddämmerung
Mannheim ist unser Einsatzgebiet seit dem ersten Tag. Jeder Stadtteil hat seine eigenen Tücken.

Das Wichtigste in Kürze

  • In den Quadraten ist fast immer eine Halteverbotszone nötig – Antrag sieben Tage vorher.
  • Altbauten in Neckarstadt und Schwetzingerstadt haben Treppenhäuser, durch die kein Schrank am Stück passt.
  • Preise liegen in Mannheim bei 33 bis 46 Euro je Quadratmeter bei normalem Füllgrad.
  • Für Mannheim und die angrenzenden Städte berechnen wir keine Anfahrtspauschale.
  • Wertstoffhöfe im Stadtgebiet nehmen haushaltsübliche Mengen für Privatpersonen an.

Wir arbeiten seit dem Jahr 2000 fast ausschließlich in Mannheim und dem direkten Umland. In dieser Zeit haben wir in jedem Stadtteil geräumt, von Sandhofen bis Friedrichsfeld. Was dabei auffällt: Der Aufwand für eine Wohnung derselben Größe schwankt je nach Lage erheblich. Das hat konkrete Gründe, und die sind für Sie als Auftraggeber relevant, weil sie den Preis machen.

Was in Mannheim anders läuft

Drei Besonderheiten prägen unsere Arbeit hier.

Die Bausubstanz ist gemischt. Mannheim hat im Krieg schwer gelitten und wurde in den fünfziger und sechziger Jahren größtenteils neu gebaut. Daneben gibt es Gründerzeitbestand in der Neckarstadt, im Lindenhof und in der Schwetzingerstadt, dazu Nachkriegs-Zeilenbauten in Vogelstang und Waldhof und moderne Quartiere auf dem Franklin-Gelände und in der Glückstein-Nachbarschaft. Jede dieser Bauformen bringt andere Treppenhäuser, Aufzüge und Zufahrten mit.

Die Innenstadt ist eng. In den Quadraten gibt es kaum Ladezonen. Ohne Halteverbot steht der Transporter 150 Meter entfernt, und jede Kiste wird zum Marsch.

Die Region ist dicht. Ludwigshafen liegt hinter der Brücke, Heidelberg zwanzig Minuten entfernt. Wer in Mannheim räumt, arbeitet zwangsläufig auch in der Pfalz und im Rhein-Neckar-Kreis – und muss wissen, dass jenseits des Rheins andere Entsorgungsstrukturen und teilweise andere Gebühren gelten.

Die Quadrate

Die Innenstadt zwischen Schloss und Neckar ist der aufwendigste Teil der Stadt. Die Adressen heißen L 4 oder Q 7, was Ortsfremde regelmäßig in die Irre führt – Navigationsgeräte führen gelegentlich in das falsche Quadrat, und die Hausnummern folgen einer eigenen Logik. Wir planen für Aufträge in den Quadraten grundsätzlich eine halbe Stunde mehr ein.

Dazu kommt: Viele Gebäude haben Gewerbe im Erdgeschoss und Wohnungen darüber, oft ohne Aufzug. Die Zufahrt ist häufig nur über die Fußgängerzone möglich, mit Zeitfenstern für Lieferverkehr. Wer hier ohne Halteverbotszone anrückt, hat den Tag schon verloren, bevor er angefangen hat.

Stadtteil für Stadtteil

Eine Übersicht aus unserer Praxis – keine Wertung, sondern Erfahrungswerte zum Aufwand.

StadtteilTypische BebauungWorauf es ankommt
Neckarstadt-West und -OstGründerzeit, 4 bis 5 Etagen ohne Aufzugenge Treppenhäuser, Halteverbot fast immer nötig
Quadrate und JungbuschMischnutzung, kaum LadezonenZufahrt nur mit Genehmigung, Zeitfenster beachten
Schwetzingerstadt und OststadtAltbau mit hohen Deckengroße Wohnungen, viel Volumen, schmale Aufgänge
Lindenhof und Almenhofgemischt, teils mit InnenhofZufahrt über Hinterhöfe oft möglich
Käfertal, Waldhof, VogelstangZeilenbau der NachkriegszeitAufzüge vorhanden, Parken meist unproblematisch
Neckarau und Rheinaugemischt, viele ReihenhäuserKeller und Garagen kommen fast immer dazu
Feudenheim, Wallstadt, SeckenheimEinfamilienhäuser mit Gartengrößere Aufträge, dafür einfache Logistik
Sandhofen und SchönauSiedlungsbau, gute ZufahrtWertstoffhof in der Nähe, kurze Wege

In den Stadtteilen mit Einfamilienhäusern – Feudenheim, Wallstadt, Seckenheim, Friedrichsfeld, Straßenheim – sind die Aufträge größer, aber logistisch einfacher. Dort kommen Keller, Dachboden, Garage und oft ein Gartenhaus zusammen, und wir stehen mit dem Fahrzeug direkt vor der Tür.

Halteverbotszonen

Eine mobile Halteverbotszone muss in Mannheim rechtzeitig beantragt werden – planen Sie mindestens sieben Werktage ein. Die Schilder müssen in der Regel 72 Stunden vor Beginn stehen, sonst darf ein bereits geparktes Fahrzeug nicht abgeschleppt werden. Diese Frist wird regelmäßig unterschätzt, und sie ist der häufigste Grund für verschobene Räumungstermine.

Wir übernehmen Antrag, Aufstellung und Dokumentation, üblicherweise für 120 bis 180 Euro. Das klingt nach viel für zwei Schilder – rechnet sich aber bereits, wenn dadurch zwei Stunden Tragerei entfallen, und die entfallen fast immer.

Wo eine Zone praktisch unverzichtbar ist: in allen Quadraten, in der Neckarstadt-Ost rund um den Neumarkt, in der Schwetzingerstadt, im Jungbusch und in Teilen des Lindenhofs. Wo sie meist entbehrlich ist: in Vogelstang, Sandhofen, Wallstadt, Seckenheim und Friedrichsfeld.

Luftaufnahme von Mannheim mit Neckar und Innenstadt in der Abenddämmerung
Von der Neckarstadt bis Friedrichsfeld: rund 145 Quadratkilometer Einsatzgebiet allein im Stadtgebiet.

Entsorgung vor Ort

Mannheim betreibt mehrere Wertstoffhöfe im Stadtgebiet, dazu ein Schadstoffmobil, das nach festem Plan die Stadtteile anfährt. Für Privathaushalte werden haushaltsübliche Mengen weitgehend gebührenfrei angenommen. Die Sperrmüllabholung wird angemeldet und ist im Rahmen einer Jahresmenge in der Abfallgebühr enthalten.

Für uns als gewerblichen Entsorger gelten andere Bedingungen. Wir fahren zu zugelassenen Verwertungsanlagen und lassen uns jede Fraktion quittieren. Diese Übernahmescheine bekommen Sie auf Wunsch als Entsorgungsnachweis – bei Vermietern und Hausverwaltungen ein regelmäßig verlangtes Dokument.

Ein praktischer Hinweis für alle, die selbst fahren wollen: Samstagvormittags stehen an den Wertstoffhöfen Schlangen. Wer donnerstags nachmittags kommt, ist in zwanzig Minuten durch.

Was es in Mannheim kostet

Die Preise liegen bei normalem Füllgrad zwischen 33 und 46 Euro je Quadratmeter. Eine 70-Quadratmeter-Wohnung kostet damit rund 2.300 bis 3.300 Euro inklusive Entsorgung und besenreiner Übergabe. Für einen einzelnen Keller beginnen wir bei 390 Euro.

Innerhalb des Stadtgebiets und in den direkt angrenzenden Städten – Ludwigshafen, Viernheim, Edingen-Neckarhausen, Brühl, Ilvesheim – berechnen wir keine Anfahrt. Darüber hinaus fahren wir rund 60 Kilometer weit: Heidelberg, Weinheim, Schwetzingen, Speyer, Worms, Frankenthal, Hockenheim, Lampertheim, Bensheim.

Details zu den einzelnen Positionen stehen im Beitrag Was kostet eine Entrümpelung?. Wenn Sie es für Ihr Objekt genau wissen wollen, rechnet unser Kostenrechner es in zwei Minuten aus.

Ein Objekt in Mannheim?

Wir kennen die Treppenhäuser, die Parksituation und die Wertstoffhöfe. Rufen Sie an – meist können wir schon am Telefon eine Größenordnung nennen.