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So läuft eine Entrümpelung ab – vom Anruf bis zur Schlüsselübergabe

Viele rufen an und wissen nicht, was auf sie zukommt. Hier steht der komplette Ablauf – inklusive der Dinge, die Sie vorher aussortieren sollten.

Mitarbeiter von Lanz Entrümpelung tragen Möbel aus einem Hauseingang in den Transporter
Der eigentliche Räumungstag ist der kürzeste Teil des Ablaufs – vorbereitet wird davor.

Das Wichtigste in Kürze

  • Von der Anfrage bis zur Schlüsselübergabe vergehen im Normalfall sieben bis zehn Tage.
  • Die Besichtigung dauert selten länger als 20 Minuten und kostet nichts.
  • Der Festpreis kommt schriftlich und ist 30 Tage gültig.
  • Eine Zweizimmerwohnung ist an einem Arbeitstag leer, ein Haus braucht zwei bis drei.
  • Anwesend sein müssen Sie nur bei der Besichtigung – danach genügt der Schlüssel.

Die meisten Menschen lassen ein- oder zweimal im Leben eine Wohnung räumen. Entsprechend unklar ist, was auf sie zukommt. Dieser Beitrag beschreibt den kompletten Ablauf so, wie er bei uns tatsächlich stattfindet – mit den Punkten, an denen es erfahrungsgemäß hakt.

Die sieben Schritte im Überblick

  1. Anfrage per Telefon, Formular oder E-Mail
  2. Kostenlose Besichtigung, meist innerhalb von 48 Stunden
  3. Schriftliches Festpreisangebot, gültig 30 Tage
  4. Terminvereinbarung und Vorbereitung, etwa Halteverbotszone
  5. Räumung mit Trennung nach behalten, verwerten und entsorgen
  6. Endreinigung, besenrein oder nass
  7. Übergabe mit Fotodokumentation und Entsorgungsnachweis

Schritt 1 bis 3: Anfrage, Besichtigung, Angebot

Am Telefon fragen wir vier Dinge ab: Was für ein Objekt, wie groß, welches Stockwerk, bis wann. Damit lässt sich in der Regel schon eine Größenordnung nennen. Wenn Sie Fotos haben, schicken Sie sie – ein langsam gefilmtes Handyvideo durch alle Räume ist noch besser als Einzelbilder.

Die Besichtigung ist unspektakulär. Wir gehen durch alle Räume, öffnen Schränke, schauen in Keller und auf den Balkon und fragen nach Dingen, die man nicht sieht: Gibt es einen Dachboden? Steht noch etwas in der Garage? Ist die Küche fest verbaut? Sind Farben oder Chemikalien im Haus? Zwanzig Minuten reichen meistens.

Wichtig ist der dritte Schritt: das Angebot. Es sollte schriftlich sein, einen festen Betrag nennen und auflisten, was enthalten ist. Formulierungen wie „zuzüglich Entsorgung nach Aufwand“ oder „Mehrmengen werden nachberechnet“ sind das Gegenteil eines Festpreises. Fragen Sie in dem Fall nach, was passiert, wenn im Keller mehr steht als erwartet.

Was Sie vorher erledigen sollten

Vier Dinge, die den Tag deutlich ruhiger machen:

  • Persönliches heraussuchen. Papiere, Fotos, Schmuck, Erinnerungsstücke. Wir legen solche Dinge zwar von selbst beiseite, aber wir erkennen nicht, ob eine Kiste mit Briefen wichtig ist oder Altpapier.
  • Einen Raum markieren. Alles, was bleiben soll, in ein Zimmer stellen und die Tür kennzeichnen. Das ist die sicherste Methode – sicherer als jede Liste.
  • Strom und Wasser prüfen. Bei leerstehenden Wohnungen ist der Strom oft abgestellt. Wir bringen Baustrahler mit, aber im Winter im dritten Stock ohne Licht wird jeder Auftrag langsamer.
  • Nachbarn informieren. Ein Zettel im Treppenhaus reicht. Er verhindert genau das Gespräch, das man am Räumungstag am wenigsten braucht.
Wohnzimmer mit Möbeln und Kisten vor Beginn der Entrümpelung
Vor Arbeitsbeginn markieren wir gemeinsam, was in der Wohnung bleiben soll.

Der Räumungstag

Wir beginnen in der Regel um acht. Zuerst wird das Treppenhaus geschützt: Decken über Geländer, Kantenschutz an den Ecken, bei empfindlichen Böden Laufwege ausgelegt. Das kostet zwanzig Minuten und verhindert Schäden, über die man sonst am Ende diskutiert.

Dann wird von oben nach unten und von hinten nach vorne gearbeitet. Große Möbel werden demontiert, wenn sie nicht durch das Treppenhaus passen – ein Kleiderschrank ist in zehn Minuten zerlegt und spart eine halbe Stunde Gezerre.

Parallel läuft die Trennung. Wir arbeiten mit getrennten Bereichen im Fahrzeug: Altholz, Metall, Elektro, Restmüll, Schadstoffe. Alles, was verwertbar aussieht, kommt gesondert beiseite und wird am Abend bewertet. Was Sie behalten wollten, bleibt bis zuletzt unangetastet im markierten Raum.

Zwischendurch fahren wir zur Entsorgung und kommen zurück. Bei größeren Objekten arbeiten zwei Teams im Wechsel, damit nie Stillstand entsteht.

Endreinigung und Übergabe

Besenrein heißt: grober Schmutz weg, Böden gefegt, Spinnweben entfernt, keine Gegenstände mehr in der Wohnung. Das ist der Standard, den ein Mietvertrag üblicherweise verlangt. Wer die Wohnung verkaufen oder direkt weitervermieten will, nimmt oft zusätzlich die Nassreinigung dazu.

Zum Schluss gehen wir durch alle Räume, fotografieren jeden einzelnen und schicken Ihnen die Bilder. Wenn Sie uns bevollmächtigt haben, nehmen wir den Übergabetermin mit dem Vermieter wahr und geben die Schlüssel ab. Den Entsorgungsnachweis bekommen Sie mit der Rechnung.

Wie lange es wirklich dauert

ObjektTeamDauer
Kellerabteil bis 8 m²2 Mitarbeiter2 – 3 Stunden
Einzelgarage2 – 3 Mitarbeiter4 – 6 Stunden
Zweizimmerwohnung3 – 4 Mitarbeiter1 Arbeitstag
Dreizimmerwohnung4 Mitarbeiter1 – 1,5 Tage
Einfamilienhaus4 – 5 Mitarbeiter2 – 3 Tage
Messie-Wohnung, 60 m²4 Mitarbeiter2 Tage plus Reinigung

Diese Werte gelten für normalen Füllgrad und Zugang bis zum zweiten Obergeschoss. Ohne Aufzug ab dem dritten Stock rechnen Sie ungefähr ein Drittel mehr Zeit ein. Bei stark vermüllten Objekten verdoppelt sich der Aufwand.

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